Interview mit Bürgermeisterkandidat Eike See

Dec 20 2017

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In regelmäßigen Abständen erscheint für alle Wölfersheimer Bürgerinnen und Bürger das Bürgergespräch. Diese Zeitung wird kostenlos an alle Haushalte verteilt und informiert über aktuelle Geschehnisse rund um die Wölfersheimer Kommunalpolitik. In der letzten Ausgabe des Bürgergespräches wurde ein Interview mit dem Bürgermeisterkandidaten Eike See geführt. Dieses finden hier.

Bürgergespräch: Herr See, Sie möchten zum Bürgermeister von Wölfersheim gewählt werden. Warum?

Eike See: Ich arbeite seit acht Jahren bei der Gemeinde Wölfersheim als Leiter der Finanzabteilung. In dieser Zeit habe ich Einblick in fast alle großen und kleinen Projekte erhalten, die in den letzten Jahren umgesetzt wurden. Es wurde viel bewegt in unserer schönen Gemeinde und ich möchte, dass dieser erfolgreiche Weg fortgesetzt wird. Ich möchte, dass meine Kinder und alle Kinder und Bürger in Wölfersheim eine gute Zukunft erwartet. Dafür will ich mich engagieren, dafür bin ich bereit Verantwortung zu übernehmen.

Sie sind sich aber im Klaren darüber, dass Ihre Vorgänger große Fußstapfen hinterlassen?

Das hört sich so negativ an. Zunächst einmal ist es doch etwas Gutes, dass unsere Gemeinde in den letzten Jahren so erfolgreich regiert wurde. Wölfersheim steht gut da.

Was genau meinen Sie?

In den letzten zweieinhalb Jahrzehnten hat sich Wölfersheim in meinen Augen sehr positiv entwickelt. Wir haben ein intaktes Vereinsleben, eine hervorragende kommunale Infrastruktur in allen Ortsteilen, ein tolles Kulturprogramm, mehr Arbeitsplätze vor Ort als jemals zuvor, ein umfassendes Betreuungsangebot, die größte Schule der Region und vor allem keine radikale Partei mehr in unserem Parlament. Das sind nur einige Beispiele, auf die wir alle stolz sein können und an denen ich gerne in Zukunft weiter arbeiten möchte.

Ist dies denn alleine auf die Arbeit des Bürgermeisters zurück zu führen?

Die Entwicklung einer Gemeinde mit rund 10.000 Einwohnern, die sich auf 5 Ortsteile verteilen, ist weder ein Selbstläufer noch ein Fall für einen Alleinunterhalter. Ohne ein funktionierendes Rathaus mit guten Mitarbeitern und vor allem ohne eine politische Mehrheit nützt der beste Bürgermeister nichts. In Wölfersheim passt momentan alles. Wir haben mit Rouven Kötter einen hervorragenden Bürgermeister, der seine Verwaltung sehr gut aufgestellt hat und sich stets auf die politische Rückendeckung seiner Partei verlassen konnte. Sollte ich Bürgermeister werden, kann ich mich ebenfalls auf die stabile Mehrheit der Wölfersheimer SPD verlassen. Das ist mir sehr wichtig.

Was wäre denn, wenn dies nicht der Fall wäre?

Ein Bürgermeister, der seine Verwaltung nicht im Griff hat und seine Mitarbeiter nicht motiviert und fördert, wird sehr schnell merken, dass die Wölfersheimer Bürgerinnen und Bürger unzufrieden mit der Arbeit des Rathauses und damit auch mit seiner Arbeit als Bürgermeister sind. Personalführung ist meiner Meinung nach ein wesentlicher Anteil der Bürgermeisterarbeit.
Ein Bürgermeister ohne politische Mehrheit in der Gemeindevertretung kann nur sehr eingeschränkt agieren. Natürlich ist es möglich, auch ohne eigene Mehrheit als Bürgermeister tätig zu sein, aber es gibt zahlreiche Beispiele, wo eine solche Konstellation zu Schwierigkeiten und Stillstand in Gemeinden geführt hat. Man sieht es aktuell in Rosbach und konnte es vor der Zeit von Willi Mogk auch gut in Echzell beobachten.

Verraten Sie uns schon mal Ihre Wahlkampfstrategie?

(lacht) Ich habe keine geheime Wahlkampfstrategie. Ich glaube, dass ich durch meine Aufgaben und mein Engagement in den letzten Jahren sehr viele Menschen persönlich kennengelernt habe. Ich werde im neuen Jahr noch Hausbesuche machen und mich in allen Ortsteilen auch bei denjenigen vorstellen, die mich noch nicht kennen sollten. Ich möchte mit meinem Fachwissen, meiner Erfahrung und meiner ehrlichen Begeisterung für unsere schöne Heimatgemeinde überzeugen. Ich hoffe, dass die Wählerinnen und Wähler dies auch so sehen und mir ihre Stimme geben.

Was wünschen Sie sich für Wölfersheim?

Ich möchte, dass Wölfersheim auch in Zukunft eine Vorzeigekommune in der Wetterau ist, in der die Menschen gerne leben. Eine Gemeinde, die weltoffen und innovativ ist und in der sich auch unsere Kinder noch wohlfühlen, ganz egal in welchem Ortsteil sie wohnen.

Herr See, vielen Dank für das kurze Interview. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für die Wahl am 4.März 2018!

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