Wölfersheim strebt Beteiligung am Zweckverband „Sozialer Wohnungsbau“ des Wetteraukreises an

Jan 04 2018

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Als eine seiner letzten Amtshandlungen hat der ehemalige Wetterauer Landrat Joachim Arnold einen Zweckverband für sozialen Wohnungsbau auf den Weg gebracht. In seiner Heimatgemeinde Wölfersheim rennt er damit offene Türen ein, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeindeparlament Karl Ernst Pulkert betont: „Bereits im November 2017 ist die Wölfersheimer Gemeindevertretung einstimmig einem SPD Antrag zur Förderung sozialen Wohnungsbaus im Södeler Neubaugebiet gefolgt.

Joachim Arnolds Idee ist nun hervorragend geeignet, um unsere bisherigen Bestrebungen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Wölfersheim weiter zu verbessern.“ ist sich Pulkertsicher. Wie er mitteilt, beantragt die SPD im Gemeindeparlament die unverzügliche Prüfung einesBeitritts der Gemeinde zum geplanten Zweckverband des Wetteraukreises zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und Strukturförderung. 70.000,- € wären dafür als Einlage aufzubringen. Finanzierbar wäre dies über eine außerordentliche Rückerstattung, welche die Gemeinde wegen des Austritts aller Wetterauer Kommunen aus der Breitband-Infrastruktur-GmbH „bigo“ erhalten wird.

Auch der Wölfersheimer Bürgermeisterkandidat Eike See (SPD) begrüßt die Initiative des Kreises: „Bezahlbarer Wohnraum wird im Rhein-Main-Gebiet dringend benötigt. Auch bei uns in Wölfersheim werden Wohnungen händeringend gesucht. Dabei verfügt die Gemeinde Wölfersheim über eine hohe Zahl kommunaler Wohnungen, deutlich mehr als in anderen Städten und Gemeinden unserer Größenordnung. Ich halte unseren gemeindlichen Wohnungsbestand für eine sehr wichtige Infrastruktureinrichtung, die es zu erhalten, zu renovieren und auszubauen gilt.“ erläutert See. „Da ist ein Zweckverband unter der Regie des Wetteraukreises eine bestens geeignete Idee. Im Verbund mit unseren Nachbarkommunen können wir sicherlich mehr erreichen, als alleine.“

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Rudger Rauch ergänzt: „Aller unrealistische Aktionismus in Sachen Wohnungsbau sind damit hinfällig. Eine eigene Wohnungsbaugesellschaft kann sich eine Gemeinde wie Wölfersheim kaum alleine leisten. Die von CDU und Grünen immer wieder ins Spiel gebrachte ‚Konzeptvergabe‘ würde kein einziges unserer Probleme lösen und am Ende nur zu höheren Grundstückspreisen und einer Bevormundung der Häuslebauer führen. Ich bleibe dabei: das ist nicht sozial und mit der Wölfersheimer SPD nicht zu machen.“

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